Impressionen und Festrede Köhlmeier Jubiläum 30 Jahre allerArt am 20.1.2018

Datum/Zeit
29.01.2018 bis 31.12.2018
ganztägig

Veranstaltungsort
Remise, Raiffeisenplatz 1, 6700 Bludenz

 

Festrede Michael Köhlmeier:

 

Sehr verehrte Damen und Herren,

eigentlich wollte ich heute Abend über Schönheit reden, über die Schönheit und nichts als die Schönheit. Schließlich feiern wir eine Institution, die seit dreißig Jahren Frauen und Männer um sich schart, Idealisten, Begeisterte, Kundige, Kluge, Gewitzte, Liebende, die sich zur Aufgabe stellen, Schönheit ins Land zu bringen und die Schönheit ins Land gebracht haben. Wir feiern eine Institution, feiern diesen wunderbaren Verein allerArt, vor allem aber feiern wir Menschen und sagen Danke.

Ich wollte also zu Ehren dieses Vereins und seiner Aktivisten von der Schönheit sprechen, nur von der Schönheit. Ich wollte ausholen und von der Schönheit erzählen, wie sie sich kleidete in den verschiedenen Zeiten; wollte bei der griechischen Antike beginnen, als es sogar einen Gott, ja mehrere Götter, gab, die für die Schönheit zuständig waren, heute gibt es nicht einmal einen Minister. Vielleicht hätte ich mir sogar eine Abschweifung erlaubt und von den Halbbrüdern Apoll und Hermes berichtet, die das erste Musikinstrument erfunden und weiterentwickelt haben, die Kithara, aus der die Gitarre und die Lyra wurden, von letzterer sich wiederum die Lyrik ableitet. Ich habe in der Vorbereitung zu meiner kleinen Rede nachgeforscht und war zu der erstaunlichen oder vielleicht gar nicht erstaunlichen Erkenntnis gekommen, dass die Schönheit in den Zeiten, als es noch einen Gott gab, an den alle glaubten und an den nicht zu glauben eine Art Irrsinn war, zu ihrer Rechtfertigung keine Theorie benötigte; zu behaupten, Schönheit diene der Ehre Gottes, genügte und spornte an – im Gegensatz zu heute, da Schönheit, wenn sie nicht wenigstens so etwas wie Umwegrentabilität vorweisen kann, scheel angeschaut oder gar als unsinnige Geldverschwendung bezeichnet wird und die Künstler, also die Hervorbringer von Schönheit, als Parasiten beschimpft werden. Haben die Auftraggeber des Ulmer Münsters an eine mögliche Umwegrentabilität gedacht, als sie ein Bauwerk errichten ließen, in dem bei seiner Einweihung fast zehnmal so viel Menschen Platz fanden, als die Stadt Einwohner zählte? – Bombastische Schönheit zu Ehren Gottes!

Eigentlich, meine Damen und Herren, wollte ich mit Ihnen gemeinsam Überlegungen anstellen, wie es gelingen könnte, in der Schönheit, wo sie nun nicht mehr Gottesdienst ist, vielleicht so etwas wie Menschendienst, höheren Menschendienst, zu entdecken. Ich wollte ausrufen: Ist sich der Mensch selbst nicht groß genug, um sich selbst zu feiern – in einer Art säkularer Sakralität? Und wollte daraus eine ganz und gar diesseitige moralische Spekulation anschließen, nämlich: Beinhaltet die Hochschätzung des Menschen und seiner wunderbaren kulturellen Leistungen nicht die Kraft zur Demut vor dem Menschsein im Allgemeinen, und ist Demut vor dem Menschsein nicht gleichbedeutend mit dem Respekt gegenüber jedem Menschen, weil in jedem Menschen der Funke glost, der einst der göttliche genannt wurde? Wird in der Kunst, in jeder Kunst, nicht der Mensch gefeiert? Hatte es ein Kunstwerk je nötig, sich darüber hinaus zu rechtfertigen? – Darüber wollte ich mit Ihnen sprechen.

Ein wenig nur wollte ich an der Politik anstreifen und die notorisch nicht anwesenden Kulturpolitiker daran erinnern, dass der Mensch „edel, hilfreich und gut“ sein soll, wie Goethe in dem Gedicht schreibt, das er ausgerechnet mit Das Göttliche übertitelt, und dass solche Forderungen aufzustellen und einzulösen Kulturleistungen sind, die man sich leisten muss und sich auch leisten kann, bei dem heutigen Reichtum unserer Gesellschaft leichter denn je – wenn man nur will.

Ja, eigentlich wollte ich über die Schönheit sprechen und nur über die Schönheit, denn über nichts spreche ich lieber und öfter; mit meiner Frau beim Frühstück und beim Mittagessen und beim Abendessen und dazwischen auch, und das heißt nicht, dass wir nur über Literatur sprechen, nein, wir sprechen über das Kochen und das Einkaufen im Supermarkt und über unsere Kinder und die Enkel und die hilfsbereiten Nachbarn. Monika erzählt mir von ihren Träumen, und was sie erlebt hat, als sie über den Berg ging. Und am Abend sprechen wir mit Freunden wie dem angestammten Bludenzer Hubert Dragaschnig, und er erzählt uns vom Theater, an dem er sich mit Begeisterung, Wut und Liebe nun auch schon seit über dreißig Jahren abarbeitet. Das ist das Leben, und das Leben interessiert mich am meisten unter dem Gesichtspunkt der Schönheit, und tatsächlich lässt sich fast alles unter diesem Gesichtspunkt betrachten … fast alles.

Eigentlich wollte mit Ihnen nur über die Schönheit sprechen. Aber dann …

Ich hatte mir vorgenommen, an den Film Das Leben ist schön von Roberto Benigni zu erinnern, nämlich an jene Szene, als der Held im Konzentrationslager eine Opernarie über den Lautsprecher schickt, über den sonst nur böse Befehle auf die Gefangenen einbellen, und wie plötzlich ein Schweigen und eine Stille eintreten und der Zuseher spürt, dass die Schönheit des Gesangs die Gedemütigten und Geschundenen – aber auch uns im bequemen Kinosessel – zutiefst spüren lässt, der Mensch könnte etwas Großes sein, seine Würde ist heilig, seine Werke sind göttlich.

Ich wollte die Behauptung aufstellen, ein Mangel an Schönheit mache krank, lasse uns böse werden, gierig, geizig, kleinlich, kleinmütig, feige, unbarmherzig, mache uns traurig und lebensmüde – ich wollte zu dieser Behauptung keinen Beweis liefern; ich wollte, dass Sie, meine Damen und Herren, in Ihrem eigenen Leben nachspüren, ob so eine Behauptung wahr ist oder nicht.

Ja, ich wollte über die Schönheit sprechen, über die Schönheit und nur über sie, wie sie meinem Leben Sinn gegeben hat von Anfang an und immer noch Sinn gibt; ich wollte erzählen von der Schönheit, die mir in jedem Buch begegnet, in dem ein Mensch seine Gefühle und Gedanken mitteilt, von der Schönheit der Songs von Bob Dylan und Neil Young und Townes Van Zandt, von der Schönheit in der Malerei meines Sohnes Lorenz, wenn er über eine fünfzehn Meter lange Zeichnung die Erlebnisse eines einzigen Nachmittags in Bilder übersetzt. Und wie schön wäre es, zu tanzen zur Stimme von Leonard Cohen:

Dance me to your beauty with a burning violin

Dance me to the end of love

Darüber wollte ich mit Ihnen, sehr verehrte Damen und Herren, sprechen.

Aber dann …

Eine Institution wie allerArt, dieser Verein zur Förderung von Kultur und Kunst, ist natürlich auch eine politische Sache, selbstverständlich, und das ist gut so, denn Politik bedeutet ja nichts anderes als der Versuch eines Ausgleichs verschiedener Interessen; und eine Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, also mit Krieg, das wollen wir doch alle nicht. Also, dachte ich, komme ich, auch wenn ich über Schönheit und nur über sie reden möchte, nicht ganz an der Politik vorbei.

Und weil ich gerade Bob Dylan erwähnt habe – ich las vor wenigen Tagen seine Nobelpreisrede, in der er drei Bücher nennt, die ihn und seine Kunst besonders beeinflusst haben. Darunter ist der Roman Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque, und wie es der Zufall will, habe ich dieses Buch, auf Empfehlung meiner Frau, erst vor kurzem wieder gelesen. Ich hatte es zum ersten Mal gelesen, als ich neunzehn war und mich rüstete, den Wehrdienst zu verweigern. Ich hatte das Buch als einen Antikriegsroman in Erinnerung. Aber es ist viel mehr. Eben weil es die große Weltgeschichte, den Ersten Weltkrieg, lediglich als Kulisse verwendet, vor dem das eigentliche Drama gezeigt wird, nämlich nicht die Verheerung eines Landes oder einer Gesellschaftsordnung, nicht die Entwertung aller Werte, nicht die Implosion von Ideen, nicht das Gemälde einer Epoche, sondern die emotionale, geistige, moralische und zuletzt physische Zerstörung eines Menschen. Und dennoch ist dieser Roman schön. Warum? Weil er uns ahnen lässt, was aus diesem Menschen, diesem einen Menschen, hätte werden können.

Über diesen Roman hätte ich gern mit Ihnen, meine Damen und Herren, gesprochen, und natürlich, Im Westen nichts Neues ist auch ein politischer Roman, im weitesten Sinn. Aber über Politik im Besonderen, über die Politik heute, in unserem Land, darüber wollte ich nicht sprechen, nein, das wollte ich nicht, das habe ich mir fest vorgenommen.

Ich wollte über die Schönheit sprechen, über die Schönheit und nichts als die Schönheit …

 

Aber wenn ich über Schönheit spreche, so dachte ich mir, darf ich die Hässlichkeit als ihr Gegenteil nicht aus dem Blick verlieren. Also wollte ich erzählen, dass in alter Zeit sogar die Waffen geschmückt wurden; ja besonders die Waffen, denken wir an die schwelgerische Beschreibung von Achills Schild in der Ilias des Homer. Ich wollte erwähnen, dass im Dreißigjährigen Krieg die Uniformen der Soldaten mit größter Sorgfalt und Liebe für das Detail genäht und in den fröhlichsten Farben gehalten waren, obwohl ihr Zweck einzig darin bestand, möglichst bald mit Blut durchtränkt zu sein und im Dreck zu verrotten. Die maßlose Hässlichkeit dieses großen europäischen Vernichtungskrieges, der vor vierhundert Jahren begann, wurde durch die zierliche Schönheit der Soldatenuniformen erst verdeutlicht; ein Roman wie der Simplicius Simplicissimus von Grimmelshausen ist schön, obwohl wir darin von Bestialitäten erfahren, die wir nicht für möglich gehalten hätten. Die Schönheit der homerischen Epen verharmlost keineswegs die Ungeheuerlichkeiten des ersten halb mythischen, halb historischen abendländischen Krieges. Schönheit, darauf wollte ich pochen, ist nicht niedlich, sie verschleiert nicht, wo Klarheit gefordert, sie beruhigt nicht, wo Unruhe gefragt ist, sie macht deutlich. Schönheit, so wollte ich ausrufen, ist ohne Humanität nicht denkbar. Schönheit ist keine behübschende Sache!

Seit dreißig Jahren feiert der Verein allerArt die Schönheit. Künstler haben hier ihre Werke gezeigt, Dichter haben hier vorgelesen, Schauspieler und Schauspielerinnen haben hier offenbart, was ohne ihre Kunst verborgen geblieben wäre, Musikerinnen und Musikanten haben hier unser Herz berührt und uns spüren lassen, dass wir ohne Schönheit krepieren würden.

Jeder in den Verein allerArt investierte Euro war und ist in die Würde des Menschen investiert … – An dieser Stelle meiner Überlegungen machte ich eine Pause, um einen Kaffee zu trinken, und schaltete das Radio ein und hörte unseren neuen Innenminister, er sprach von einer – ich zitiere – „… entsprechenden Infrastruktur, wo es uns gelingt, diejenigen, die in ein Asylverfahren eintreten, auch entsprechend konzentriert an einem Ort zu halten …“

Ich dachte: War denn alles umsonst? Hat Picasso vor achtzig Jahren die Guernica umsonst gemalt? Hat Hans Fallada vor siebzig Jahren seinen Roman Jeder stirbt für sich allein umsonst geschrieben? Hat Hans Werner Henze vor sechzig Jahren seine Undine umsonst komponiert? Hat Jimi Hendrix sein Requiem auf den Vietnamkrieg in Woodstock umsonst gespielt? Hat Alfred Hrdlicka sein Mahnmal gegen Krieg und Faschismus umsonst aus dem Stein gehauen? Haben Claude Lévi-Strauss, Michel Foucault, Susan Sonntag, Judith Butler, Giorgio Agamben sich umsonst den Kopf darüber zerbrochen, wie menschliches Zusammenleben in aufgeklärter Würde möglich ist? Ein Minister, der in Deutschland so etwas vor der Presse vom Blatt läse, hätte noch am selben Tag zurücktreten müssen. In Österreich muss er nicht.

Ich nehme unseren Innenminister ernst. Er hat alle Tassen im Schrank; sie sind dort anders geordnet als meine Tassen, aber geordnet sind sie. Die Empörung war groß, bei uns und auch draußen, draußen größer als bei uns. Das Wörtchen „konzentrieren“ in einen Zusammenhang mit Menschen zu stellen, das vermag kein Zufall, nicht nach dem schrecklichen 20. Jahrhundert, nicht in unserem Land und ganz gewiss nicht im Kopf dieses quicken Ministern.

Und während wir uns über das „konzentrieren“ empörten, vergaßen wir, wie der Satz des Ministers weiterging – ich zitiere noch einmal: „… wo es uns gelingt, diejenigen, die in ein Asylverfahren eintreten, auch entsprechend konzentriert an einem Ort zu halten …“ – Diejenigen sind übrigens Menschen. Nicht Tiere. Nicht Viecher. Vieh wird gehalten. Das Wort „halten“ verrät uns auch, wie sich der Minister die Bedingungen vorstellt, unter denen diejenigen konzentriert werden sollen.

Den bösen Taten gehen böse Worte voraus. Hier ist also einer, der Menschen „halten“ will. Und wenn ihm dazu Gelegenheit geboten wird, dann wird er es tun.

In den letzten Tagen hörten wir, wie ein Parteifreund dieses Innenministers, der in Niederösterreich gerade Wahlkampf führt, gegen die Kultur ins Feld zieht, und das mit einer altbekannten grausigen Vokabel – von „abartiger Kunst“ spricht er. Und wer dagegen die Stimme erhebt und darauf aufmerksam macht, was solche Worte vor gar nicht langer Zeit angerichtet haben, dem wird prompt vorgehalten: Schon wieder drohst du mit der Faschismuskeule! Und schwupp schlüpft der Täter in die Rolle des Opfers. Der Innenminister deutete auch prompt an, allein den Gedanken, historische Parallelen zu ziehen, halte er bereits für klagbar. Einen Höhepunkt solcher wendig windigen Metamorphose setzte unser Vizekanzler, als er einst lamentierte: „Wir sind die neuen Juden!“

Dass ich hier im Zusammenhang mit der niederträchtigen Äußerung des Innenministers Zeugen aus der großen Kultur aufgerufen habe – Lévi-Strauss, Michel Foucault, Susan Sonntag, Judith Butler, Giorgio Agamben –, sollte uns darauf aufmerksam machen, dass er sich der Innenminister selbst immer wieder gern einen Philosophen genannt hat und erst vor kurzem von seinem Parteifreund, dem ehemaligen Bewerber um das Amt des Bundespräsidenten, inzwischen Infrastrukturminister, als ein solcher bezeichnet wurde, als ein Humanist, für den er die Hand ins Feuer lege – er, der Infrastrukturminister, der, wie wir alle wissen, dem Dunstkreis jeder rechtsradikalen Burschenschaften angehört, zu deren lustigen Abenden auch schon mal ein deutscher Liedermacher eingeladen wird, der dort einen Song von Udo Jürgens zum Besten gibt, freilich textlich abwandelt: Mit 6 Millionen Juden, da fängt der Spaß erst an, bis 6 Millionen Juden, da ist der Ofen an. / Wir haben reichlich Zyklon B. / Bei 6 Millionen Juden, ist noch lange nicht Schluss.

Da wird gefordert, man solle aus der Geschichte lernen, aber wenn wir aus der Geschichte des Nationalsozialismus lernen wollen, dann heißt es, wir packen die Faschismuskeule aus? Was jetzt? Diese Art von Schuldumkehr und wehleidigem Gejammer geht mir auf die Nerven! Sentimentalität ist die Kehrseite der Brutalität, das lehrt uns Grillparzer, und die Partei, der die Freiheit im Namen steckt wie die Kreide im Rachen des Wolfs, führt uns täglich vor, wie recht der Dichter hat.

Solche Politiker zu verhindern, sehr geehrte Damen und Herren, wäre ein Akt der Kultur. Mit ihnen zu gehen oder sie mitzunehmen, heißt, ihnen und ihren Fantasien Hoffähigkeit zu bescheinigen.

Apropos: Als Hohenemser frage ich mich, wie ernst kann man die Bemühungen eines Bürgermeisters nehmen, der das Vorarlberger Rheintal zur europäischen Kulturhauptstadt machen möchte, zugleich aber in dieser Partei bleibt und mit keinem Wort gegen die Kultur- und Kunsthetze seines niederösterreichischen Parteigenossen protestiert.

Jetzt habe ich also doch von der Politik geredet …

Und wollte nur über die Schönheit sprechen, über die Schönheit und nichts als die Schönheit. Ein bisschen Politik höchstens, ein bisschen Geschichte nur. Ich wollte von Churchill erzählen – weil ich mich etliche Jahre mit ihm beschäftigt habe, er war ja auch ein Künstler, ein Schriftsteller, ein Maler, hat den Literaturnobelpreis bekommen. Mitten im Krieg gegen Hitler wurde im britischen Unterhaus der Antrag gestellt, das Kulturbudget zu kürzen. Churchill, Premierminister und Verteidigungsminister, empörte sich dagegen: „Wofür kämpfen wir denn?“, soll er ausgerufen haben. Und der Antrag war vom Tisch. Das wollte ich erzählen.

Wir wissen: Kunst, Musik, Literatur können Inhumanität nicht heilen. Aber sie können die Humanität stärken. Der Herr Minister und seine Brüder im Geiste haben über viele Jahre Hohn und Spott über jene gegossen, die schlicht gut sein wollten. „Gutmensch“ ist zum Synonym von Trottel geworden. Niemand will ein Trottel sein. Wer gut sein will, schämt sich.

Was ist aus dem bürgerlichen Streben nach dem Schönen, Wahren, Guten geworden? Diese Edelsteine müssen wir im Herzen bewahren! Oder sind wir so weit gekommen, dass wir beim Schönsein, beim Gutsein und bei der Wahrheit nicht beobachtet werden wollen – als würden wir liebevollen Sex treiben oder zu einem Gott beten, über den alle Welt sagt, es gibt ihn nicht?

Wenn wir uns Gedanken über unseren Feind machen, sollten wir damit rechnen, dass auch er über uns nachdenkt. Wenn wir überlegen, wie wir ihn verletzen könnten, sollten wir gewärtig sein, dass er sich ähnliche Fragen stellt. In der Politik werden Maßnahmen nicht nach schön und hässlich, auch nicht nach gut und böse, schon gar nicht nach wahr oder falsch gefasst. Wer ist Freund, wer ist Feind – danach wird die Welt in der Politik geschieden.

Wir wollen gegen unseren Feind fair sein, aber wir bereiten uns auf den Fall vor, das er es nicht ist. Doch das Singen und das Tanzen sollten wir nicht verlernen. Denn wie sagt Bertolt Brecht:

Auch der Hass gegen die Niedrigkeit

Verzerrt die Züge.

Auch der Zorn über das Unrecht

Macht die Stimme heiser.

Und das wollen wir nicht. Wir wollen schön sein und Schönes tun.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

 

Impressionen:

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